Suchfunktion

Testamentsvollstreckung

Bei entsprechender testamentarischer Verfügung der Erblasserin/des Erblassers wird ein Testamentsvollstrecker tätig. Der Testamentsvollstrecker hat die Aufgabe, die Anordnungen des Erblassers in der letztwilligen Verfügung auszuführen.

Im Regelfall handelt es sich dabei um eine sogenannte "Abwicklungsvollstreckung"; sie erstreckt sich im Wesentlichen darauf, den geordneten Übergang des Vermögens auf die Erben sicherzustellen, also insbesondere Vermächtnisse und Auflagen zu erfüllen, Schulden zu bezahlen und danach den Nachlass zu verteilen.

Der Erblasser kann aber auch im Wege einer "Dauervollstreckung" bestimmen, dass der Nachlass nach seinem Tod über längere Zeit unter Testamentsvollstreckung steht.

Das Nachlassgericht ist zu einer Überwachung der Tätigkeit des Testamentsvollstreckers weder berufen noch ermächtigt. Und auch der Erblasser kann den Testamentsvollstrecker nicht der Überwachung des Nachlassgerichts unterstellen.

Ein Testamentsvollstreckerzeugnis wird nur auf Antrag des Testamentsvollstreckers erteilt. Der Antrag ist in öffentlich beglaubigter Form bei einem deutschen Notar oder zur Niederschrift des zuständigen Nachlassgerichts zu stellen. Die eidesstattliche Versicherung ist ebenfalls erforderlich.


Fußleiste